Friedenauer Impulse

 

zurück

 
 


die Vision




die Zuversicht


 

 

 

Wir stellen uns Menschen vor, die sich nicht mehr bescheiden, sich selbst nichts vormachen, sondern sich selbst wirklich ernst nehmen und spüren, wie es ihnen tief innen wirklich geht.

Menschen, die nicht meinen, dass sie selbst schon fertig sind und auch nicht denken, dass die Menschheit insgesamt nicht mehr entwickungsfähig wäre.
Wir sehen Menschen, die ihr tiefes inneres Sehnen spüren, ihm folgen wollen und ihr Lebensglück in die eigene Hand nehmen und sich deshalb auch selbst entwickeln, selbst wachsen und reifen wollen.


Am Anfang sind es vielleicht nur wenige Menschen, die dann nicht mehr zuerst auf andere schielen, sich nicht abhängig machen von außen, nicht erwarten, dass zuerst die anderen, egal ob Freunde, Nachbarn oder die Chinesen etwas tun, bevor sie sich selbst bewegen, sondern Menschen, die ganz in ihren eigenen Verantwortungen bleiben.
Menschen, die die vorhandenen Freiräume nutzen, statt auf Politiker oder andere vermeintliche Autoritäten zu schielen, sondern sich aus Liebe zu sich selbst, ihres eigenen Lebens wegen eigenverantwortlich auf den Weg begeben.


Solche Menschen, die sich selbst bewegen, werden nicht dogmatisch sein, anderen nichts vorschreiben und nichts verbieten wollen, nicht mehr kämpfen gegen etwas, nicht retten, verhindern und nicht rechthaben müssen, sondern sich des Lebens freuen.

Solche Menschen, die eigene Schritte in Richtung geistiger Weite und Reife tun, werden nicht mehr nach altem Muster funktionieren, sie werden innerlich weiter werden, sich geistig immer mehr öffnen, um sich selbst besser zu spüren. Sie werden einander näher kommen und immer liebesfähiger werden.

Diese Menschen werden durch ihre eigenen Schritte glücklicher werden, immer mehr Attraktivität gewinnen und einladende Vorbilder bieten. Und sie werden auf ihre stille Weise andere Menschen begeistern und motivieren, eigene Schritte in diese Richtung zu tun.

Wir stellen uns vor, dass diese Menschen immer mehr werden, gemeinsam Zuversicht ausstrahlen und selbst nicht aufhören zu wachsen, weil sie ihre Schritte schließlich miteinander tun, einander achtsam begegnen und ehrlich unterstützen und sich gegenseitig Korrektive bieten, um miteinander immer mehr zu erforschen, was zum Lebensglück dazugehört.

Als Menschen reifer werden heißt für sie, liebesfähiger, beziehungsfähiger und schließlich auch gemeinschaftsfähig zu werden. Sie möchten positive Spuren hinterlassen. Sie sehen sich eingebettet in den Fluss des Lebens und möchten der Menschheit positive Impulse für die Zukunft schenken.

Je mehr Menschen sich selbst spüren, desto mehr werden sie sich nicht nur mit sich selbst verbunden fühlen.
Sie werden immer mehr innere Verbundenheit mit anderen Menschen, mit allen Menschen, ja auch mit anderen Lebewesen spüren.
Sie werden nicht nur sich selbst, nicht nur ihren Partnern, Kindern, Verwandten, nicht nur Ihren Freunden und Bekannten, sondern letztlich allen Menschen das Beste wünschen, niemandem zumuten, was sie für sich selbst vermeiden möchten.
Sie werden nicht mehr in Gegensätzen denken und keine Feindbilder pflegen.
Die Abgrenzungen werden schwinden.
Mit der Nähe zu sich selbst breitet sich ein Gefühl allgemeiner Verbundenheit aus.


Aus zunehmend reifer Liebesfähigkeit heraus werden sie als erwachsene Menschen auch ihre Kinder mit anderen Augen betrachten. Schon als mögliche Eltern werden sie sich im Vorfeld ehrlich befragen: was will ich geben, was will ich haben?
Sie werden begreifen, dass Kinder nicht Spielzeug oder in irgendeiner Form zum Eigennutz für die Erwachsenen sind, dass die Nachkommen weder für die Rente noch sonstwie für die Eltern zu sorgen haben.
Denn überall in der Natur geschieht Aufzucht der Nachkommen aus reiner Selbstlosigkeit heraus. Bedingungslose Fürsorglichkeit ist auch bei uns Menschen Ausdruck reifer Liebesfähigkeit.

Den eigenen Kindern allein ihretwillen das Beste schenken und mitgeben wollen, heißt am Ende aber auch, besser auf eigene Nachkommen zu verzichten, wenn man ihnen keine guten Voraussetzungen für ein glückliches Leben bieten kann. Wer krank ist, sich selbst und sein Leben nicht mag, wer sich selbst als Opfer versteht, in Armut lebt oder gar selbst hungert, handelt nicht aus reifer Liebe heraus, wenn er Kinder zeugt.

Wenn Menschen dies im Zuge eigener Reifung begreifen, wenn sie in diesem Sinne wirklich liebesfähig werden, wenn es ihnen nicht mehr um Eigennutz geht, wird es weniger Kinder geben.
Viel weniger Kinder wahrscheinlich, wenn man deren Wohl eigenverantwortlich von vornherein bedenkt, statt es Gott, dem Schicksal oder staatlicher Fürsorge zuzuweisen.
Keine Kinder mehr der eigenen Altersvorsorge wegen, nicht fürs eigene Vergnügen, nicht aus Traditionsgründen oder aus Pflicht gegenüber Staat, Nation oder irgendeiner Religion.


Und was wäre, wenn es weniger Kinder gäbe? Wenn die Menschheit schrumpft, auf vielleicht fünfzig, oder zwanzig, oder gar nur 10 %?
Die große Katastrophe?
Sterben wir dann aus? Im Gegenteil!
Es käme ganz still und leise zur Lösung der meisten, uns heute noch unlösbar erscheinenden großen globalen Probleme.
Auf einmal wäre viel mehr für alle da! Jeder könnte sich viel mehr leisten, und trotzdem würde die Umweltbelastung viel geringer sein.
Die Armen würden ihrerseits selbst die Armut beseitigen, wenn sie keine Kinder mehr in die Welt setzen, ohne ihnen gute Lebenschancen zu geben. Ohne ein Zuviel an Menschen würde jede Arbeitskraft wertvoller, besser bezahlt und weil so kostbar auch die Arbeitszeit viel kürzer sein. Es würde zu einer drastischen Annäherung der Einkommen kommen.

Lebten tatsächlich nur 10 % der Menschen auf der Welt würde das Erdklima von uns Menschen selbst nicht mehr gefährdet sein. Jeder Mensch könnte so gut und sogar noch besser ausgestattet leben, wie wir es heute tun.
Es wäre viel mehr Raum auch für die Natur, für andere Lebewesen da.
Kurzum wir würden nicht nur komfortabler, mit höherer Lebensqualität, friedlicher und liebevoller miteinander leben, sondern uns auch wieder in Harmonie mit dem Rest der Natur befinden.

So sähe das Ergebnis aus, wenn Menschen ihr Lebensglück tatsächlich an die erste Stelle stellten, wenn sie wirklich liebesfähig und wir als Menschheit wirklich geistig reifen würden.


Keine staatliche Macht, kein Weltgesetz können dies fördern oder verhindern keine Bevormundung, gegen die die Menschen immer berechtigter rebellieren, weil sie die Entfaltung menschlicher Reife nur blockieren. Reife und Liebesfähigkeit sind nichts, was man erzwingen oder unterbinden könnte.
Allein Freiheit, Wohlstand und eigene Bewusstseinsschritte können das, was ansteht, bestmöglich zur Entfaltung bringen.

Nicht sicher? Nichts ist sicher im Leben! Vielleicht bist du morgen tot. Vielleicht fordern schon bald große kosmische Brocken, gigantische Vulkanausbrüche oder eine aus einem anderen als von Menschen verursachten Grund ausbrechende neue Eiszeit die Menschheit auf schreckliche Weise heraus.
Doch wenn sie sich wieder erholt hat, werden die Menschen erneut vor den gleichen Herausforderungen wie heute stehen.
Sie werden nach vorne schauen und sich fragen: Wozu weitere eigene Anstrengungen, wohin sollen sie führen? Wie soll es in eigener Verantwortung weiter gehen?
Vielleicht hören sie auf, immer wieder Katastrophenszenarien zu beschwören, vielleicht treten sie aus den gewohnten Problemfixierungen, aus dem geistigen Reagieren-müssen heraus und gehen den Schritt weiter, den die meisten Menschen heutzutage noch scheuen.
Vielleicht wagen sie es, weit nach vorne zu schauen, indem sie ihren Blick ganz nach innen richten: Wie wollen wir die Welt, damit sie uns tief innen noch mehr beglücken kann? - Denn darauf kommt es bei allen eigenen Anstrengungen letztlich an.

Wir haben schon heute enorme Potenzen, die und zu ganz Großem befähigen.
Wir können unsere Zukunft auf lange Sicht so gestalten, wie wir es wollen - wenn wir zu entsprechenden gemeinsamen Visionen finden.

Der Weg dorthin fängt beim Einzelnen an, ohne dass ihn alle gleichzeitig beginnen müssten.
Denn niemand kann ahnen, was Menschen miteinander glücklich macht, solange er sich selbst nicht spüren kann, solange er selbst nicht weiß, was ihn seinerseits tief innen wirklich beglückt, wenn er den Kontakt zu seinem tiefen Sehnen nicht kennt.


So kommen wir zur wundervollsten Seite dieser Vision:
Diese Vision hängt nicht von uns, nicht von dir und mir oder sonst wem ab.
Sie verlangt auch niemandem etwas ab.
Denn was richtig ist, kommt es sowieso.

Und wenn dies stimmt, wenn man die Zukunft nicht bestimmen, sondern allenfalls vorausahnen kann, zeigt diese Vision, wenn sie richtig ist, eine Entwicklung, die im Stillen längst schon begonnen hat und zu der jeder auf seine Weise unverzüglich, wenn er es will, etwas beitragen kann.
Jeder, der sich ernsthaft um sein Lebensglück bemüht, ist Teil dieser großen Menschheitsbewegung, die seit jeher Antrieb allen Fortschritts war.
Und wenn dies richtig ist, werden es mit zunehmender Selbstbewusstheit der Menschen von Generation zu Generation immer mehr.

Diese schöne Vision von der Zunahme geistiger Weite und reifer Liebesfähigkeit führt Menschen folglich nicht fort von sich, sondern ganz zu sich selbst.
Sie zwingt nicht, dass Menschen sich dafür opfern müssten.
Sie ist das Gegenteil aller Unterordnungs- und Zwangsgedanken.
Sie verlangt nichts. Sie will auch nichts erreichen.
Denn sie ist nur richtig, wenn sie sowieso geschieht.
Sie macht Menschen autonom und frei.


Sie lädt Menschen einfach nur ein, sich selbst und ihr eigenes Lebensglück sehr ernst zu nehmen - aus Freude am Leben.
Wer sich selbst wirklich wertschätzt, wer seinem inneren Sehnen nach tiefem Lebensglück ernsthaft folgen will, wird es um seinetwillen tun.

Solch ein Mensch wird spüren, wie ihn diese Vision stärken und beglücken kann.
Sie macht nämlich Lust, sich für die Zukunft der Menschheit zu engagieren. Denn auch das gehört zum Glück im Leben.


Diese wundervolle Vision fängt ganz einfach mit dem eigenen Lebensglück, mit der eigenen Lebenserfüllung und mit der Freude an entsprechenden eigenen positiven Lebensspuren an.
Und jeder, der sich selbst beglückt, bringt auch diese Vision voran, die ihn selbst wiederum nur stärken kann.

top    

 



 


 


Chandika Loh

FORSCHUNGSWERKSTATT
für klares Denken und ein liebevolles Leben


Bringfried-Johannes Pösger

LEBENSKUNSTATELIER
Kunst und Philosophie



zu unserem gemeinsamen Blog